GOÄ-Novelle gestoppt?

Das Präsidium der Bundesärztekammer hatte im März 2016 die Vorlage zur neuen GOÄ abgelehnt. Das war ein herber Schlag für die nötige GOÄ-Novelle.

Seitdem sind 4.500 neue Legenden seitens der Bundesärztekammer definiert und auch konsentiert. Dabei sind über 150 ärztliche Berufsverbände einbezogen worden. Entsprechend verlangt der Spitzenverband Fachärzte Deutschland (spifa), dass die neue GOÄ noch vor der parlamentarischen Sommerpause 2022 zum Abschluss gebracht wird. Das würde die sich weiter verschärfende Kluft zwischen aktuellen Behandlungsmöglichkeiten und zum Teil veralteten Ziffern schließen. So argumentiert auch der Vorsitzende des Hartmannbundes und Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt: Im ambulanten Bereich seien „dicke Bretter zu bohren“. Dazu gehöre auch die überfällige GOÄ-Reform.

Bisher verwies das Bundesgesundheitsministerium auf die vorrangige Pandemiebekämpfung. Zusätzlich äußerte sich jetzt der Bundesgesundheitsminister Lauterbach am 03.03.2022, die GOÄ-Reform habe keine Priorität. Der Koalitionsvertrag besage, dass solche Reformen ausgeklammert würden, die das „Zusammenspiel“ aus GKV und PKV berühren. Jetzt spezifiziert der Minister, er „könne sich kein Szenario vorstellen, in dem das Zusammenspiel nicht berührt werde“.

Wir gehen daher wie bisher davon aus, dass die neue GOÄ auch in 2022 nicht aktualisiert wird. Vielmehr darf man daran zweifeln, ob es in der jetzigen Legislaturperiode überhaupt einen Termin gibt. Mit einem neuen Anlauf der Novellierung wäre dann erst ab Herbst 2025 zu rechnen.

Der positive Aspekt ist, dass es sich weiterhin lohnt, auf die optimale Privatabrechnung zu achten, um Honorarverluste zu vermeiden.

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